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Aluguss-Pfanne: leicht, gleichmäßig und alltagstauglich

Die Aluguss-Pfanne verbindet dicke Wände mit geringem Gewicht. Hier erfährst du, was sie von anderen Aluminiumpfannen unterscheidet und worauf du beim Kauf achtest.

Aluguss-Pfanne: leicht, gleichmäßig und alltagstauglich

Die Aluguss-Pfanne ist so etwas wie der vernünftige Kompromiss im Pfannenregal. Sie ist deutlich leichter als Gusseisen, hat aber dicke Wände und einen massiven Boden, der die Hitze gleichmäßig verteilt. Fast immer ist sie beschichtet, und damit ist sie für viele Haushalte die Pfanne, die jeden Tag auf dem Herd steht.

In diesem Ratgeber geht es darum, was Aluminiumguss von gepressten und geschmiedeten Aluminiumpfannen unterscheidet, wie es um Wärmespeicherung und Induktion steht und woran du eine gute Aluguss-Pfanne erkennst.

Dunkelgraue beschichtete Aluguss-Pfanne mit dicken Wänden und hohem Rand auf einem Induktionskochfeld, darin gebratenes Gemüse aus Zucchini, Paprika und roten Zwiebeln, von schräg oben fotografiert

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Aluminiumguss, gepresst, geschmiedet: die Unterschiede

Aluminium ist ein hervorragender Wärmeleiter, leicht und gut zu verarbeiten. Wie eine Aluminiumpfanne hergestellt wird, hat aber großen Einfluss auf ihre Eigenschaften.

  • Aluminiumguss: Flüssiges Aluminium wird in eine Form gegossen. So entstehen dicke Böden und Wände, oft mit nach außen dünner werdendem Querschnitt. Die Pfanne ist verzugsarm und speichert für eine Aluminiumpfanne viel Wärme.
  • Gepresst oder tiefgezogen: Eine Aluminiumronde wird in Form gepresst. Das ist günstig in der Herstellung, die Wände sind aber meist dünn. Solche Pfannen heizen schnell auf, kühlen ebenso schnell ab und können sich bei starker Hitze leichter verziehen.
  • Geschmiedet: Das Aluminium wird unter hohem Druck umgeformt. Das Material wird dichter, der Boden kann dicker ausfallen als bei einfach gepressten Pfannen. Geschmiedete Pfannen liegen in Gewicht und Stabilität oft zwischen gepressten und gegossenen Modellen.
MerkmalAlugussGeschmiedetGepresst
Wand- und BodenstärkeDickMittel bis dickMeist dünn
WärmespeicherungGut für AluminiumMittelGering
VerzugsneigungGeringGering bis mittelHöher
Gewicht (28 cm)MittelLeicht bis mittelLeicht
PreisklasseMittelklasseGünstig bis MittelklasseGünstig
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Wärmeleitung und Wärmespeicherung

Aluminium hat eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Die Hitze verteilt sich schnell über den gesamten Boden, heiße Flecken treten kaum auf. Das ist ideal für gleichmäßiges Bräunen, etwa bei Pfannkuchen, Gemüse oder paniertem Schnitzel.

Beim Speichern von Wärme liegt Aluguss vor dünnen Aluminiumpfannen, weil einfach mehr Masse vorhanden ist. An Gusseisen reicht es jedoch nicht heran. Legst du viel kaltes Bratgut auf einmal hinein, fällt die Temperatur spürbarer ab. Heiz die Pfanne mit etwas Fett auf mittlerer Stufe zwei bis drei Minuten vor, bevor das Bratgut hineinkommt. So hat der dicke Boden Zeit, gleichmäßig warm zu werden, ohne dass die Beschichtung überhitzt. In der Praxis hilft es außerdem, portionsweise zu braten und die Pfanne zwischendurch wieder auf Temperatur kommen zu lassen. Mehr zum Unterschied zwischen Leiten und Speichern steht im Lexikon unter Wärmespeicherung.

Ein weiterer Vorteil der guten Wärmeleitung zeigt sich beim Regeln: Aluguss reagiert spürbar schneller auf Temperaturänderungen als Gusseisen. Drehst du die Hitze herunter, beruhigt sich die Pfanne innerhalb kurzer Zeit. Das ist praktisch, wenn Knoblauch nicht verbrennen soll oder eine Sahnesauce nur noch leicht köcheln darf.

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Aluguss auf Induktion

Aluminium ist nicht magnetisch und funktioniert von sich aus nicht auf Induktion. Induktionsgeeignete Aluguss-Pfannen haben deshalb eine Scheibe aus ferromagnetischem Edelstahl im Boden. Häufig ist sie gelocht oder als Gitter eingepresst, sodass Aluminium und Stahl fest miteinander verbunden sind.

Worauf du achten solltest:

  • Größe der Induktionsscheibe: Je größer die Scheibe im Verhältnis zum Boden, desto besser nutzt die Pfanne das Kochfeld aus. Kleine Scheiben führen zu einem heißen Zentrum.
  • Kennzeichnung: Achte auf das Induktionssymbol. Pfannen ohne Stahlboden bleiben auf Induktion kalt.
  • Vorsichtig aufheizen: Induktion bringt beschichtete Pfannen sehr schnell auf hohe Temperaturen. Mittlere Stufe reicht in aller Regel.

Grundsätzliches zu Pfannen auf Induktionsfeldern findest du im Ratgeber Pfanne für Induktion.

Kochst du bislang mit Gas oder Glaskeramik und planst einen Umstieg, lohnt sich schon jetzt eine induktionsfähige Aluguss-Pfanne. Sie funktioniert auf allen Herdarten gleichermaßen, und du musst beim Wechsel nicht neu kaufen. Der Stahlboden macht die Pfanne zwar etwas schwerer, im Alltag fällt das aber kaum ins Gewicht.

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Unterseite einer Aluguss-Pfanne in Nahaufnahme, in den silbrigen Aluminiumboden ist eine gelochte Scheibe aus magnetischem Edelstahl eingepresst, die Pfanne liegt kopfüber auf einer Arbeitsplatte

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Fast immer beschichtet

Blankes Aluminium ist im Kochalltag nicht ideal: Es kann mit sauren und salzigen Speisen reagieren, verfärbt sich und neigt zum Anhaften. Deshalb sind Aluguss-Pfannen nahezu immer innen beschichtet, entweder mit PTFE oder mit einer Keramikbeschichtung.

Das hat zwei Folgen. Erstens profitierst du von allen Vorteilen einer Antihaftpfanne: wenig Fett, einfaches Wenden, schnelle Reinigung. Zweitens gelten auch die Grenzen der Beschichtung: nicht leer überhitzen, kein Metallwerkzeug, besser von Hand spülen. Die Beschichtung ist das Verschleißteil, der massive Gusskörper hält deutlich länger. Worin sich die Beschichtungsarten unterscheiden und wie lange sie halten, erklärt der Ratgeber Beschichtete Pfanne.

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Gewicht und Handling

Eine Aluguss-Pfanne mit 28 cm Durchmesser wiegt je nach Wandstärke und Induktionsboden grob zwischen 1 und 2 kg. Eine gusseiserne Pfanne gleicher Größe bringt oft das Doppelte auf die Waage. Das macht einen großen Unterschied, wenn du Gemüse schwenkst, Rührei aus der Pfanne gleiten lässt oder die Pfanne mit einer Hand zum Teller trägst.

Viele Aluguss-Pfannen haben einen abnehmbaren Stiel. Das spart Platz im Schrank und macht die Pfanne oft backofenfest. Beachte dabei die vom Hersteller angegebene Höchsttemperatur, die bei beschichteten Pfannen begrenzt ist.

Aluguss-Pfanne mit kräftigem Stiel wird an einer Küchenwaage angehängt und von einer Hand ohne sichtbares Gesicht angehoben, daneben zum Vergleich eine schwarze Gusseisenpfanne gleicher Größe auf der Arbeitsfläche

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Einsatz: wofür die Aluguss-Pfanne ideal ist

Aluguss-Pfannen sind die Allrounder für den Alltag bei niedriger bis mittlerer Hitze.

  • Frühstück: Spiegeleier, Rührei, Pfannkuchen, French Toast.
  • Fisch: Filets auf der Haut, die in unbeschichteten Pfannen leicht anhaften.
  • Paniertes: Schnitzel, Cordon bleu, Gemüse im Backteig, gleichmäßig goldbraun.
  • Gemüsepfannen und Geschnetzeltes: Besonders in hohen Varianten, die sich fast wie eine Sauteuse nutzen lassen.
  • Aufwärmen und Resteküche: Nichts brennt an, die Reinigung geht schnell.

Hohe Aluguss-Pfannen mit Deckel ersetzen in kleinen Küchen oft einen zusätzlichen Topf. Du kannst darin Zwiebeln anschwitzen, Fleisch anbraten, mit Brühe oder Tomaten ablöschen und das Ganze bei geringer Hitze schmoren lassen. Durch die Beschichtung brennt dabei am Boden nichts an.

Weniger geeignet ist die Aluguss-Pfanne für sehr scharfes Anbraten mit maximaler Hitze. Für Steaks greifst du besser zu Gusseisen, Eisen oder Edelstahl. Tipps dazu gibt es im Ratgeber Steak braten in der Pfanne.

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Pflege und Lebensdauer

Die Pflege einer Aluguss-Pfanne entspricht der jeder beschichteten Pfanne. Lass sie nach dem Kochen etwas abkühlen, bevor sie mit Wasser in Berührung kommt, und spül sie dann mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm. Eingebrannte Fettfilme löst du, indem du Wasser mit etwas Natron in der Pfanne aufkochst.

Die Außenseite besteht oft aus lackiertem oder eloxiertem Aluminium. Scheuerschwämme und Spülmaschine lassen sie mit der Zeit stumpf und fleckig werden. Beim Stapeln im Schrank schützt ein Tuch oder ein Pfannenschoner die Innenseite vor Kratzern durch andere Töpfe.

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Kaufkriterien für eine Aluguss-Pfanne

  • Echter Guss: Achte auf die Angabe Aluminiumguss. Gepresste Pfannen sehen manchmal ähnlich aus, haben aber dünnere Wände.
  • Bodenstärke: Ein dicker Boden verteilt Wärme besser und verzieht sich nicht. Hebe die Pfanne im Zweifel an: Etwas Gewicht ist hier ein gutes Zeichen.
  • Beschichtung: Mehrlagige Beschichtungen halten meist länger. Entscheide, ob du PTFE oder Keramik bevorzugst.
  • Induktionsboden: Nur nötig, wenn du auf Induktion kochst. Dann sollte die Stahlscheibe möglichst großflächig sein.
  • Stiel: Fest vernietet oder verschraubt, gut in der Hand liegend, idealerweise mit Hitzeschutz. Abnehmbare Stiele sind praktisch für den Backofen.
  • Randhöhe und Größe: Flach für Eier und Pfannkuchen, hoch für Gemüse und Sahnesaucen. Hilfe bei der Wahl gibt der Ratgeber zur richtigen Pfannengröße.
Drei beschichtete Aluguss-Pfannen in verschiedenen Größen und Randhöhen nebeneinander auf einer hellen Arbeitsplatte, eine davon mit abgenommenem Stiel daneben liegend

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Häufige Fragen

Ist eine Aluguss-Pfanne besser als Gusseisen?

Nicht besser, sondern anders. Aluguss ist leichter, beschichtet und pflegeleicht, dafür weniger hitzebeständig und mit begrenzter Lebensdauer der Beschichtung. Gusseisen speichert mehr Wärme, verträgt höchste Temperaturen und hält Jahrzehnte, ist aber schwer und braucht Pflege. Viele Küchen haben beides.

Ist Aluminium in der Pfanne gesundheitlich bedenklich?

Bei einer intakten Beschichtung kommt das Aluminium nicht mit den Speisen in Berührung. Ist die Beschichtung stark beschädigt und liegt blankes Metall frei, solltest du die Pfanne ersetzen, auch weil sie dann ohnehin nicht mehr gut funktioniert.

Darf eine Aluguss-Pfanne in die Spülmaschine?

Viele Hersteller erlauben es. Spülmaschinenreiniger greifen Beschichtung und Aluminiumaußenseite aber an. Handspülen verlängert die Lebensdauer deutlich.

Kann sich eine Aluguss-Pfanne verziehen?

Durch den dicken Guss ist das selten. Vermeiden solltest du trotzdem Temperaturschocks, etwa eine heiße Pfanne unter kaltes Wasser zu halten.

Brauche ich neben der Aluguss-Pfanne noch eine andere?

Für den Alltag reicht eine gute Aluguss-Pfanne oft aus. Wer gern Steaks brät oder kräftige Röstaromen mag, ergänzt sie sinnvoll durch eine unbeschichtete Pfanne aus Gusseisen, Eisen oder Edelstahl, die höhere Temperaturen verträgt.

Wie lange hält eine Aluguss-Pfanne?

Der Pfannenkörper hält sehr lange. Die begrenzende Größe ist die Beschichtung. Bei schonender Nutzung auf mittlerer Hitze, mit Holz- oder Silikonwerkzeug und Handspülen bleibt sie deutlich länger gut.

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