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Pfanne kaufen: die Kaufberatung Schritt für Schritt

Welche Pfanne lohnt sich wirklich für dich? Wir gehen alle Kriterien der Reihe nach durch, von der Herdart bis zur Grundausstattung, und zeigen dir die typischen Fehlkäufe.

Pfanne kaufen: die Kaufberatung Schritt für Schritt

Beim Pfannenkauf verlieben sich viele in eine Optik oder ein Versprechen auf der Verpackung und merken erst zu Hause, dass die Pfanne zu schwer, zu klein oder für den eigenen Herd ungeeignet ist. Dabei lässt sich die Auswahl mit ein paar klaren Fragen gut eingrenzen.

Diese Kaufberatung führt dich in sieben Schritten zur passenden Pfanne. Danach findest du eine Tabelle zur sinnvollen Grundausstattung und eine Liste der häufigsten Fehlkäufe. Wenn du die Materialien erst einmal kennenlernen möchtest, beginne mit unserer Übersicht der Pfannenarten.

Mehrere neue Pfannen unterschiedlicher Größe und Materialien stehen gestapelt auf einer Küchentheke, daneben ein Maßband und ein kleiner runder Magnet

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Schritt 1: Deine Herdart

Der Herd ist das erste Ausschlusskriterium. Auf einem Induktionskochfeld braucht die Pfanne einen magnetischen Boden. Gusseisen und Eisen sind immer geeignet, Edelstahl in aller Regel, beschichtete Aluminiumpfannen und Kupfer nur mit eingearbeiteter Stahlplatte. Achte auf das Induktionssymbol oder halte einen Magneten an den Boden: Haftet er gut, funktioniert die Pfanne. Details liefert unser Ratgeber zur Pfanne für Induktion.

Auf Ceran oder Elektroplatten zählt ein dicker, völlig ebener Boden, der sich bei Hitze nicht verzieht. Auf Gas ist gute Wärmeverteilung wichtig, außerdem sollten Griffe nicht zu nah an die Flamme kommen. Wer mit Gas und Wok arbeitet, profitiert von einem Wokring oder einem Starkbrenner.

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Schritt 2: Dein Kochstil

Überleg dir ehrlich, was du in einer normalen Woche zubereitest. Brätst du oft Eier, Fisch und Pfannkuchen, ist eine beschichtete Pfanne bequem. Liebst du Steaks, Bratkartoffeln und krosses Gemüse, führt kaum ein Weg an Eisen, Gusseisen oder Edelstahl vorbei, weil diese Materialien hohe Temperaturen vertragen. Kochst du gern Saucen und löschst Bratrückstände mit Wein oder Fond ab, ist Edelstahl ideal.

Die meisten Menschen kochen gemischt. Dann ist die Kombination aus einer unbeschichteten Pfanne für hohe Hitze und einer beschichteten Pfanne für Empfindliches die sinnvollste Lösung.

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Schritt 3: Größe und Gewicht

Pfannengrößen beziehen sich meist auf den oberen Randdurchmesser. Die nutzbare Bodenfläche ist kleiner. Für eine Person genügt oft eine Pfanne mit 20 bis 24 cm, für zwei bis drei Personen sind 26 bis 28 cm der Allrounder, Familien brauchen zusätzlich 30 cm oder mehr. Wichtig: Der Boden sollte zur Größe deiner Kochzone passen, sonst bleiben die Ränder kühl. Mehr dazu im Ratgeber zur Pfannengröße.

Unterschätze das Gewicht nicht. Eine gusseiserne Pfanne mit 28 cm wiegt schnell deutlich über drei Kilogramm. Das ist stabil und speichert Wärme, aber schwenken wirst du sie kaum. Wenn du gern mit einer Hand wendest oder Probleme mit dem Handgelenk hast, sind Eisen, Mehrschicht-Edelstahl oder Aluguss angenehmer. Nimm die Pfanne im Geschäft ruhig einmal in die Hand und simuliere das Ausgießen.

Denk auch an den Alltag nach dem Kochen: Eine schwere Pfanne musst du zum Spülbecken tragen, ausleeren und wieder verstauen. Passt sie nicht bequem in deinen Schrank oder an deine Hakenleiste, wird sie seltener benutzt, als du beim Kauf gedacht hast.

Hand ohne sichtbares Gesicht hält eine schwere gusseiserne Pfanne am Stiel, im Hintergrund eine leichte beschichtete Pfanne auf dem Herd

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Schritt 4: Der Griff

Der Griff entscheidet, wie komfortabel du arbeitest und ob die Pfanne in den Backofen darf. Genietete Metallgriffe sind sehr stabil und ofenfest, werden aber heiß. Hohle oder spezielle Edelstahlgriffe bleiben länger kühler. Kunststoff- und Holzgriffe liegen angenehm in der Hand, begrenzen aber die Ofentemperatur oder schließen den Backofen ganz aus. Abnehmbare Griffe sparen Platz im Schrank und machen Pfannen ofenfest, müssen aber sicher einrasten.

Achte auch auf die Befestigung. Genietete Griffe sitzen dauerhaft fest, hinterlassen aber innen kleine Nietköpfe, an denen sich Reste sammeln können. Geschweißte Griffe haben eine glatte Innenseite, sind aber schwieriger zu reparieren. Verschraubte Griffe kannst du bei Bedarf nachziehen oder austauschen. Probiere außerdem, ob der Griff in einem angenehmen Winkel steht: Zu flache Griffe zwingen dich beim Schwenken in eine unbequeme Haltung, zu steile ragen weit über den Herd hinaus.

Große und schwere Pfannen sollten einen Gegengriff haben. Damit hebst du sie mit beiden Händen und vermeidest, dass der Stiel unter dem Gewicht wackelt.

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Schritt 5: Boden und Deckel

Bei Edelstahl zeigt der Boden, wie gut die Pfanne heizt. Ein Kapselboden hat einen Aluminiumkern nur im Boden. Beim Mehrschichtmaterial zieht sich der leitende Kern bis in den Rand, was für gleichmäßigere Hitze sorgt, aber teurer ist. Bei beschichteten Pfannen zeigt eine dicke Wandung aus Aluguss, dass sich die Pfanne weniger verzieht als dünnes gepresstes Aluminium.

Ein Deckel ist bei Bratpfannen nicht zwingend, bei Schmorpfannen und Sauteusen aber sehr nützlich. Ein Glasdeckel lässt dich ins Kochgut schauen, ein Metalldeckel ist robuster und meist ofenfester. Praktisch ist ein Deckel, der auf mehrere Pfannen passt.

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Schritt 6: Tauglichkeit für den Backofen

Wer gern Frittata, Steaks mit Ofenfinish oder Pfannkuchen aus dem Ofen macht, braucht eine backofenfeste Pfanne. Gusseisen, Eisen und Edelstahl mit Metallgriff vertragen hohe Ofentemperaturen. Bei beschichteten Pfannen, Kunststoffgriffen oder Glasdeckeln gibt der Hersteller eine Höchsttemperatur an. Lies diese Angabe vor dem Kauf, denn sie unterscheidet sich stark von Modell zu Modell.

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Gusseiserne Pfanne mit goldbraunem Kartoffelgratin wird aus einem Backofen gezogen, Ofenhandschuh ohne Person im Bild, warmes Licht

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Schritt 7: Deine Budgetklasse

Pfannen gibt es in sehr unterschiedlichen Preisklassen. Grob lassen sich drei Gruppen unterscheiden:

  • Günstig: Einfache beschichtete Pfannen aus gepresstem Aluminium und einfache Eisenpfannen. Eisen ist hier oft ein guter Deal, weil das Material fast unverwüstlich ist. Günstige beschichtete Pfannen verlieren ihre Antihaftwirkung dagegen meist schneller.
  • Mittelklasse: Aluguss mit mehrlagiger Beschichtung, Edelstahl mit Kapselboden, solides Gusseisen. In dieser Klasse finden die meisten Haushalte, was sie brauchen.
  • Hochpreisig: Mehrschicht-Edelstahl, emailliertes Gusseisen aus traditionellen Gießereien, Kupfer. Diese Pfannen halten bei guter Pflege Jahrzehnte.

Unser Rat: Spare nicht an der Pfanne, die du täglich benutzt. Beschichtete Pfannen sind Verschleißteile, unbeschichtete Pfannen aus Eisen, Gusseisen oder Edelstahl sind Anschaffungen fürs Leben.

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Worauf du bei beschichteten Pfannen achten solltest

Bei Antihaftpfannen entscheidet vor allem die Kombination aus Pfannenkörper und Beschichtung über die Lebensdauer. Ein dicker Körper aus Aluguss verzieht sich weniger als dünnes gepresstes Aluminium und verteilt die Wärme gleichmäßiger. Mehrlagige Beschichtungen halten in der Regel länger als einlagige. Ein Induktionsboden sollte möglichst großflächig eingearbeitet sein, damit die Pfanne auch am Rand heiß wird.

Viele Hersteller werben mit dem Hinweis „PFOA-frei“. Das ist in der EU inzwischen ohnehin Pflicht und kein besonderes Qualitätsmerkmal. Wer PTFE grundsätzlich meiden möchte, greift zu einer Keramikbeschichtung oder gleich zu einer unbeschichteten Pfanne. Wichtiger als jede Werbeaussage ist ohnehin der Umgang: moderate Hitze, weiche Wender, keine Spülmaschine. Mehr dazu im Ratgeber zur beschichteten Pfanne.

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Worauf du bei unbeschichteten Pfannen achten solltest

Bei Eisen und Carbonstahl zählt die Materialstärke. Dünne Pfannen werden sehr schnell heiß, verziehen sich aber leichter und verlieren beim Einlegen von Fleisch schneller an Temperatur. Etwa 2 bis 3 mm Wandstärke sind für eine Bratpfanne ein guter Kompromiss. Viele Eisenpfannen werden mit einer Wachs- oder Ölschicht gegen Rost ausgeliefert, die du vor dem Einbrennen entfernst.

Bei Gusseisen lohnt ein Blick auf die Oberfläche: Glatt geschliffene Böden bilden schneller eine gleichmäßige Patina als raue. Viele Gusseisenpfannen sind bereits werkseitig eingebrannt, profitieren aber trotzdem von ein paar zusätzlichen Durchgängen. Bei Edelstahl solltest du auf einen dicken Boden oder durchgehendes Mehrschichtmaterial achten und prüfen, ob die Nieten innen glatt verarbeitet sind, damit sich dort keine Reste festsetzen.

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Die sinnvolle Grundausstattung

Du musst nicht gleich ein ganzes Set kaufen. Oft ist es besser, zwei oder drei Pfannen gezielt auszuwählen und nach Bedarf zu ergänzen.

HaushaltBasisSinnvolle Ergänzung
Single1 beschichtete Pfanne mit 24 cm, 1 Eisen- oder Edelstahlpfanne mit 24 bis 26 cmkleine Pfanne mit 20 cm für Eier, Wok
Paar1 beschichtete Pfanne mit 26 cm, 1 Eisen-, Gusseisen- oder Edelstahlpfanne mit 28 cmSauteuse oder Schmorpfanne mit Deckel, Grillpfanne
Familie1 beschichtete Pfanne mit 28 cm, 1 unbeschichtete Pfanne mit 28 bis 32 cm, 1 Schmorpfanne mit DeckelWok, zweite beschichtete Pfanne mit 24 cm, Crêpepfanne

Sets wirken auf den ersten Blick günstig, enthalten aber oft Größen, die du selten nutzt. Kaufe ein Set nur, wenn du wirklich alle enthaltenen Pfannen brauchst.

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Drei Pfannen unterschiedlicher Größe hängen an Haken an einer gefliesten Küchenwand: kleine beschichtete Pfanne, mittlere Eisenpfanne und große Edelstahl-Schmorpfanne mit Deckel

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Typische Fehlkäufe

Aus der Küchenpraxis kennen wir einige Klassiker, die sich leicht vermeiden lassen:

  • Zu große Pfanne für die Kochzone: Der Rand bleibt kalt, das Bratgut gart ungleichmäßig.
  • Zu kleine Pfanne: Das Fleisch liegt zu eng, Wasser tritt aus, und statt zu braten kocht es im eigenen Saft.
  • Beschichtete Pfanne für Steaks: Die nötige Hitze schadet der Beschichtung auf Dauer, die Kruste wird selten richtig gut.
  • Gusseisen für Menschen, die gern schwenken: Das Gewicht nervt schnell, die Pfanne verschwindet im Schrank.
  • Kein Blick aufs Induktionssymbol: Die schöne Kupfer- oder Aluminiumpfanne bleibt auf dem Induktionsfeld kalt.
  • Holzgriff, obwohl du gern im Ofen gratinierst: Die Pfanne darf nicht in den Ofen.
  • Großes Set statt gezielter Auswahl: Drei Pfannen werden benutzt, der Rest nimmt Platz weg.
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Häufige Fragen

Wie viele Pfannen braucht man wirklich?

Für die meisten Haushalte reichen zwei gute Pfannen: eine beschichtete für Empfindliches und eine unbeschichtete für hohe Hitze. Eine Schmorpfanne oder Sauteuse ist die sinnvollste dritte Anschaffung.

Woran erkenne ich eine gute Pfanne?

An einem ebenen, ausreichend dicken Boden, einem fest sitzenden Griff und einem Gewicht, das zu deinem Kochstil passt. Bei Edelstahl lohnt ein Blick auf den Bodenaufbau, bei beschichteten Pfannen auf die Wandstärke.

Ist eine teure Pfanne automatisch besser?

Nicht unbedingt. Eine einfache Eisenpfanne kann bei richtiger Pflege besser braten als eine teure beschichtete Pfanne. Ein höherer Preis lohnt sich vor allem bei Mehrschicht-Edelstahl, Kupfer und emailliertem Gusseisen, weil Verarbeitung und Material dort deutlich den Unterschied machen.

Sollte ich ein Pfannenset kaufen?

Nur wenn du alle enthaltenen Größen wirklich nutzt. Meist ist es sinnvoller, zwei oder drei Pfannen einzeln auszuwählen, auch in unterschiedlichen Materialien.

Wo finde ich passende Pfannen?

Eine nach Pfannenart sortierte Auswahl findest du in unserem Shop. Wie du deine neue Pfanne richtig behandelst, liest du im Bereich Pflege.

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